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Arbeit und Praktika

Infos für einen Arbeitgeber

Grundsätzlich gilt:
solange sich ein Flüchtling noch in einem laufenden Asylverfahren befindet, ist vor einer Arbeitsaufnahme grundsätzlich die Genehmigung der Ausländerbehörde notwendig!

Darauf sollten Unternehmen bei der Beschäftigung von Ausländern achten

Asylsuchende, Asylbewerberinnen beziehungsweise Asylbewerber und geduldete Personen können nicht ohne weiteres eine Arbeit aufnehmen. „Aus gegebenem Anlass möchten wir Betriebe und Flüchtlingsbetreuende darauf hinweisen, dass die Beschäftigung von ausländischen Arbeitskräften von bestimmten Voraussetzungen abhängt. Das fängt zum Beispiel damit an, dass anerkannte Flüchtlinge oder Geduldete einen unterschiedlichen Aufenthaltsstatus haben und daher nicht jeder sofort eine Beschäftigung – auch keine geringfügige - aufnehmen darf", erklärt Markus Dusch, Chef der Agentur für Arbeit Lübeck.

Für Asylbewerber/innen und geduldete Personen (Asylantrag ist abgelehnt, aber Abschiebung ist vorübergehend ausgesetzt) besteht generell ein Beschäftigungsverbot in den ersten drei Monaten nach der Einreise. Ab dem vierten Monat ist für alle Beschäftigungen eine Arbeitserlaubnis bei der Ausländerbehörde zu beantragen. Ob geduldete oder gestattete Personen arbeiten dürfen, steht in den Nebenbestimmungen ihres Aufenthaltsdokumentes.

Asylbewerberinnen und Asylbewerber aus sicheren Herkunftsländern dürfen in der Regel keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, wenn sie ihren Asylantrag nach dem 31.08.2015 gestellt haben. Dazu zählen die Länder Albanien, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Senegal und Serbien.

Nur anerkannte Flüchtlinge und Asylberechtigte (über den Asylantrag wurde positiv entschieden und es liegt eine Aufenthaltserlaubnis vor) haben einen uneingeschränkten Zugang zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt.

„Grundsätzlich gelten diese Bestimmungen für Vollzeit-, Teilzeit- und geringfügige Beschäftigungen sowie für Praktika. Auch wenn Asylbewerber und Geduldete den Antrag zur Genehmigung der Beschäftigung selbst bei der Ausländerbehörde stellen müssen, kann ich jedem Unternehmen nur empfehlen, sich in Zweifelsfragen bei der Ausländerbehörde oder unserem Arbeitgeber-Service unter der Hotline 0800 4 5555 20 zu informieren.

Hilfreiches finden Sie auch auf unserer Internetseite unter

www.arbeitsagentur.de/unternehmen

und dem Unterpunkt „Beschäftigung von geflüchteten Menschen". Viele Städte und Kommunen sowie die Ausländerbehörden haben ebenfalls Informationen auf ihren Internetseiten eingestellt", rät Dusch.
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